Mittwoch, 14. Februar: Jakobi-Diakonieausschuss bei den Ledder Werkstätten

Erstellt am 07.02.2019
v. li. Diakonieausschussmitglieder Hermann Gottlieb, Pfarrer Jürgen Rick, Anja Kamp, Hannelore Laukemper, Geschäftsführer der Ledder Werkstätten Ralf Hagemeier und die Diakonieausschussmitglieder Monika Bünder und Frank Hüfing

v. li. Diakonieausschussmitglieder Hermann Gottlieb, Pfarrer Jürgen Rick, Anja Kamp, Hannelore Laukemper, Geschäftsführer der Ledder Werkstätten Ralf Hagemeier und die Diakonieausschussmitglieder Monika Bünder und Frank Hüfing

Der Diakonieausschuss der Ev. Kirchengemeinde Jakobi besuchte am 14. Februar die Ledder Werkstätten im Tecklenburger Ortsteil Ledde. Die Ledder Werkstätten gemeinnützige GmbH ist eine diakonische Einrichtung des Evangelischen Kirchenkreises und des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Tecklenburg.

Geschäftsführer Ralf Hagemeier, seit nunmehr 33 Jahre tätig in Ledde, nahm sich für die Gäste sehr viel Zeit, um ausführlich über die Entstehung und Entwicklung, den gegenwärtigen Status und die Ausrichtung der Werkstätten zu informieren.

In 2018 konnte das 50-jährige Jubiläum der Ledder Werkstätten gefeiert werden. Auf die Frage, warum ausgerechnet in Ledde, sagt Ralf Hagemeier: "Es gab sieben Gründe dafür: die sieben Beschäftigten, die 1968 ihre Arbeit in der ehemaligen Schule in Ledde aufnahmen". Damit war für den Altkreis Tecklenburg (und zusätzlich Saerbeck und Greven) ein Standort geschaffen, an dem Menschen mit sozial auffälligem Verhalten oder geistiger Behinderung  eine Beschäftigungsmöglichkeit nahe ihrer Heimat finden konnten. Die Werkstätten wuchsen stetig, im Jahresschnitt um ca. 30 Personen. Weitere Standorte im Kreis kamen dazu, so dass heute in Ledde rd. 400, insgesamt über 1100 Menschen mit Behinderung (geistig oder psychisch) je nach Fähigkeit und Neigung sinnvolle und befriedigende Beschäftigung finden können.

Das Tätigkeitsfeld umfasst unter anderem Elektro-, Metallwerkstatt, Verpackungs-, Textilabteilung, Garten- und Landschaftspflege, Verkaufsladen, Cafés, Produktion von Grill-/Kaminanzündern. Damit werden angemessene Arbeitsbereiche für Menschen mit unterschiedlich komplexen Behinderungen ermöglicht.

Neben dem Arbeitsangebot hat sich das Angebot an Stationärem oder Ambulantem Wohnen weiter entwickelt. Heute werden 250 Personen stationär und 420 Personen ambulant betreut.

Das Spektrum der Leistungen wird ergänzt um Gesundheitsmaßnahmen, Freizeitangebote und die Tagesgestaltung von Senioren.

Durch dieses umfangreiche Leistungsangebot sind die Ledder Werkstätten gGmbh auch ein großer regionaler Arbeitgeber mit über 540 Angestellten. Die knapper werdenden Arbeitskräfte in Zeiten des demografischen Wandels sind auch hier spürbar, aber noch gibt es genügend qualifizierte  Bewerber auf die Stellenangebote. Zudem wird durch intensive Begleitung  junger Auszubildender versucht, dem Fachkräftemangel entgegenzutreten.

„Alles tägliche Handeln wird geprägt von christlichen Wertvorstellungen: Respekt, Anerkennung und Wertschätzung in der täglichen Begegnung“, definiert Ralf Hagemeier die Ausrichtung der Ledder Werkstätten.

Die Mitglieder des Diakonieausschusses waren tief beeindruckt von den Ausführungen und der Empathie des Gastgebers und konnten ihn zum Dank mit einer Spende von 500 € überraschen.  

Gerne verweisen wir Interessierte auf die Homepage www.ledderwerkstaetten.de